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Brandschutzordnung

Brandschutzbeauftragter

Gemäß § 3 Abs. 1 ArbSchG hat der Arbeitgeber für eine geeignete Brandschutz-Organisation zu sorgen und die dafür erforderlichen Mittel bereitzustellen. Der betriebliche Brandschutzbeauftragte – eine vom Unternehmer benannte, auch externe Person – übernimmt diese Aufgabe. Er berät und unterstützt das Unternehmen in allen Fragen des Brandschutzes.

Ausdrücklich vorgeschrieben ist die Bestellung eines Brandschutzbeauftragten bei:

  1. Geschossflächen von mehr als 5000 m² (Industriebaurichtlinie)
  2. Verkaufsstätten mit mehr als 2000 m² (Verkaufsstättenverordnung)
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Veranstaltungssicherheit

Unterstützung bei der Planung, Vorbereitung und Durchführung von Großveranstaltungen durch Erarbeitung der Sicherheitskonzeption nach der Versammlungsstättenverordnung sowie  im Hinblick auf personelle Sicherheitsdienstleistungen und sicherheitstechnische Lösungen

Ausschreibungen

Ausschreibungen

Um Dienstleistungen wirtschaftlich und rechtssicher zu vergeben, empfiehlt sich der Einsatz verschiedenster Ausschreibungsmethoden. Auch bei Vergaben, welche nicht zwangsläufig durch Ausschreibungen vergeben werden müssen, machen sich eine umfassende Marktanalyse und kluge Auswahl von Anbietern bezahlt. Durch Beachtung aller vergaberechtlichen Aspekte werden spätere Konflikte vermieden.

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Brandschutzhelfer

Gemäß Arbeitsstättenrichtlinie ASR A2.2 ist der Unternehmer angehalten, 5 % seiner Belegschaft als Brandschutzhelfer ausbilden zu lassen. Die Ausbildung erfolgt in einem theoretischen und praktischen Übungsteil in einem Halbtagsseminar.

brandschutzordnung

Die Brandschutzordnung soll eine Unterstützung in der Brandverhütung darstellen und das Verhalten im Brandfall regeln. Die Brandschutzordnung unterteilt sich in die Teile A, B und C.

Für den Aufbau der Brandschutzordnung gilt grundsätzlich die DIN 14 096 Teil 1 bis 3.

tür

organisatorischer Brandschutz

Maßnahmen des organisatorischen Brandschutzes sind unverzichtbare Bausteine des vorbeugenden Brandschutzes und somit auch des Brandschutzkonzeptes, worin u.a. folgende Regelungen getroffen werden:

  • Bestellung eines Brandschutzbeauftragten,
  • Regelung über feuergefährliche Arbeiten und Verwenden von offenem Feuer
  • Rauchverbot
  • Lagerung und Abstellen sowie Beseitigung brennbarer Stoffe und Abfälle ,
  • Freihaltung der Rettungswege und Flächen für die Feuerwehr,
  • Instandhaltung der Brandschutz- und Sicherheitseinrichtungen,
  • Erstellen und Pflege einer Brandschutzordnung und der Brandschutzpläne,
  • regelmäßige Durchführung betrieblicher Brandschutzunterweisung.
Sprinklerkopf

anlagentechnischer Brandschutz

Durch technische Anlagen realisierbarer Brandschutz. Gesamtheit aller der Brandschutzmaßnahmen, die durch Nutzung spezieller Anlagen und technischer Mittel sowohl präventiv (z.B. Branddetektion, Brandsignalisation) als auch operativ/aktiv (z.B. Brandlöschung, Begrenzung und/oder Verhinderung der Brandausbreitung) wirken.

Die Notwendigkeit solcher Anlagen ist in unterschiedlichen Regeln, Normen und Vorschriften je nach Bedeutung und Schutzwürdigkeit des Objektes bzw. seiner Nutzer gefordert. Ihre Gestaltung, Dimensionierung und Errichtung erfolgt zweckmäßigerweise nach festgelegten und gesicherten/bewährten Regeln (z.B. VdS- oder VDI-Richtlinien).

baulicher Brandschutz

Der bauliche Brandschutz umfasst die Gesamtheit aller bautechnischen, konstruktiven, materialtechnischen, gestalterischen und funktionsplanerischen Maßnahmen, Mittel und Methoden , mit denen die Brandausbreitung und die Brandübertragung auf ein Mindestmaß reduziert oder vollständig bzw. zeitweilig verhindert werden, die Rettung von Personen und die sichere Tätigkeit der Feuerwehr garantiert und der Zerstörungs- und Schädigungsgrad an Gebäuden, Anlagen und Ausrüstungen so gering wie möglich gehalten werden. Die Maßnahmen des baulichen Brandschutzes wirken passiv.

sicherheitskonzept

Ein Sicherheitskonzept besteht aus einer Reihe von aufeinander abgestimmten Sicherheitsmaßnahmen, die erst in ihrer Kombination die gewünschte Schutzwirkung ergeben. In Frage kommen je nach Schutzobjekt bauliche, technische, organisatorische und versicherungstechnische Maßnahmen. Die notwendige Schutzwirkung ist auf der Grundlage einer systematischen Risikoanalyse und anhand von Schutzzielen zu definieren (Risiko-Management).

In der Anwendung sind ganzheitliche Sicherheitskonzepte von Teilkonzepten zu unterscheiden:

Ganzheitliche Sicherheitskonzepte sind für besonders schutzwürdige Objekte, Werte oder Prozesse angezeigt, wie beispielsweise für Industrieanlagen, Kraftwerke, Verwaltungs- und Rechenzentren, Lagerkomplexe, Produktionsprozesse usw.

Teilkonzepte beinhalten abgestimmte Maßnahmen für Teilbereiche, wie z.B. die Zutrittskontrolle, den Wertschutz, Personenschutz, Brandschutz, Informationsschutz, Datenschutz- und Datensicherheit, Katastrophenschutz (z.B. auch Maßnahmen zur raschen Bewältigung von Betriebsunterbrüchen) und den Versicherungsschutz, bzw. die finanzielle Absicherung.

risiko- und schwachstellenanalyse

In einer Risikoanalyse werden alle oder auch nur konkrete, einem definierten System drohenden Gefahren detailliert beschrieben. Dabei findet die Betrachtung und Bewertung von Schwachstellen im System eine besondere Rolle. Schwachstellen sind jene Umstände, bei denen durch bewusstes oder unbewusstes Handeln von Menschen früher oder später fehlerhaftes Funktionieren von Anlagen und Prozessen mit betriebswirtschaftlichen Schaden eintritt.